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Schulangebot "Rauchfrei aufwachsen"

Prüfsiegel

Hintergrundinformationen

In Deutschland hat jeder dritte Junge und jedes sechste Mädchen im Alter von 11 Jahren bereits mindestens eine Zigarette geraucht. Bereits zwei Jahre später (mit 13 Jahren) sind es bereits jeder zweite Junge und jedes zweite Mädchen.

Unter den 15-jährigen bezeichnen sich bereits jedes vierte Mädchen (25 %) und gut jeder fünfte Junge (22 %) als regelmäßige (tägliche) Raucher(in). Deutschland nimmt damit eine traurige Spitzenstellung in Europa ein, wie eine Studie an 128.000 Schülern in 28 Ländern zeigt.

Elternhäuser und Schulen leisten leider zu wenig Aufklärung und so sind den Heranwachsenden die gesundheitlichen Auswirkungen allzuoft nicht bewusst.

Ein noch größeres Defizit besteht bei der Aufklärung der Gefahren durch Passivrauch. Es wird geradezu verdrängt, dass die bei der unvollständigen Verbrennung bei Temperaturen um 450 Grad Celsius im Nebenstromrauch (der zwischen den Zügen oder der abgelegten Zigarette entweichende Rauch) enthaltenen Schadstoffe erhebliche Gesundheitsrisiken in sich bergen.

Angesichts der unbefriedigenden Ergebnisse von Interventionen nach Einsetzen der Sucht kommt der Prävention ein zunehmender Stellenwert zu, sagte Thomas Duprée auf dem Deutschen Lungentag 2001 in der Lungenklinik Heckeshorn in Berlin in seinem Bericht zum bundesweiten Projekt "Klasse 2000" des Instituts für präventive Pneumologie in Nürnberg.

Prävention und Nikotinsuchtprophylaxe bilden den Schwerpunkt eines Angebotes des Nichtraucherbundes. Hierbei stellen wir Grund-, Ober- und Berufsschulen in Absprache mit den Schulleitern einen Pädagogen zur Verfügung, um Jugendlichen altersgerecht die Gefahren des aktiven und des passiven Rauchens zu vermitteln und sie darin zu bestärken, der Tabakwerbung zu widerstehen. Das Angebot hat demnach eine ähnliche Zielsetzung wie das Projekt "Klasse 2000", setzt aber im Gegensatz zu diesem nicht auf vorproduzierte Unterrichtsmedien, sondern stellt den Lehrern einen schulpädagogisch ausgebildeten Nikotintherapeuten zur Seite, der in den Unterricht eingebettet als schulfremde Person unmittelbar mit den Kindern bzw. Jugendlichen diskutiert. Ein Schwerpunkt in den Veranstaltungen wird darauf gelegt, was man als Einzelne(r) gewinnt, wenn man rauchfrei bleibt und was man tun kann, um Probleme ohne Rauchen zu meistern und zu lösen oder schwierige Situationen besser auszuhalten. Lesen Sie mehr zum Schulangebot "Rauchfrei aufwachsen".

Zahlreiche Dankschreiben von beteiligten Lehrkräften und Schulen zeugen vom Erfolg des Angebotes. Häufig wird darin eine Ausdehnung des Angebotes gefordert, doch ist leider ein "Mehr" allein aus Mitteln des Nichtraucherbundes Berlin nicht möglich. Hierfür benötigen wir die Hilfe durch kleine und große Spenden bzw. von Sponsoren.


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